Alpin Notruf: 140
Verantwortungsvoll am Berg

Verantwortungsvoll am Berg

Nachdem Lockerungen im Zusammenhang mit COVID-19 Maßnahmen für das öffentliche Leben und den Sport in Kraft treten, geht auch der Österreichische Bergrettungsdienst (ÖBRD) von seinen bisherigen Appellen ab und setzt auf die Eigenverantwortung der Bergsportler und Bergbegeisterten.

In Zusammenarbeit mit allen Landesorganisationen hat der Österreichische Bergrettungsdienst Empfehlungen für drei Bereiche ausgearbeitet. Erstens soll bei der Tourenplanung auf die längere Aktivitätenpause Bedacht genommen werden und alpine Unternehmungen eher moderat und nicht an der Leistungsgrenze angelegt werden. Zum Zweiten gelten auch am Berg die gleichen Hygiene- und Abstandsregeln wie im gesamten Breitensport. Je höher die Atemfrequenz und die Windgeschwindigkeit, desto größer der Abstand zueinander. Und drittens wird empfohlen, nur bei vollständiger Gesundheit Outdooraktivitäten zu unternehmen.

 Einsätze reduziert aber existent / bundesweite Koordinierungsgruppe

Nachdem die Sonderlage gesamt Österreich betraf, standen und stehen alle Bergretterinnen und Bergretter und insbesondere Einsatzleiter und Landesorganisationen vor völlig neuen Herausforderungen. Die Einsatzzahlen sind zwar zurückgegangen, der Schutz jedes einzelnen Bergretters und optimale Versorgung der Verunfallten ist aber bei jedem einzelnen Einsatz das oberste Gebot.

So waren österreichweit neue Strategien und Taktiken im Umgang mit dem Corona Virus zu entwickeln, schulen und bei Einsätzen in Anwendung zu bringen. Eine eigens eingerichtete „bundesweite COVID 19 Koordinierungsgruppe“ mit Experten aus allen Landesorganisationen hat hier, unter Zuhilfenahme von online Kommunikationsmethoden, gemeinsam Themen abgearbeitet und zahlreiche Handlungsempfehlungen in den Bereichen Medizin und Einsatztaktik für die einzelnen Landesorganisationen erstellt.

Eine erste Analyse der letzten Wochen Zeit, dass alle 7 Landesorganisationen – in Relation zur Größe – mit einem sehr ähnlichen Einsatzaufkommen konfrontiert sind.

SKKM (Staatliches Krisen- und Katastrophenschutzmanagement) und ÖBRD

Der Österreichische Bergrettungsdienst ist Teil der SKKM Gruppe und als kritische Infrastruktur eingestuft. So gab es in den letzten Wochen neben dem internen Austausch auch eine rege Kommunikation mit den zuständigen Ministerien um die Sonderlage gesamtheitlich betrachten und beurteilen zu können. Eine besondere Sorgfalt ist nun auch im Monitoring der Auswirkungen der aktuellen Lockerungen an den Tag zu legen. Daher ist die bundesweite COVID 19 Koordinierungsgruppe auch weiterhin eingesetzt, wenn auch im reduzierten Modus.

Wir wünschen unfallfreie Bergerlebnisse!

ÖBRD & Soziale Medien

ÖBRD & Soziale Medien

Öffentlichkeitsarbeit ist für jede Organisation ein wesentliches Thema. Folgende Kanäle werden seitens des ÖBRD dazu genutzt:

Hintergrundinformation:

Der ÖBRD ist eine gesetzlich anerkannte Hilfs- und Rettungsorganisation und aus dem Bemühen entstanden, im unwegsamen, insbesondere alpinen Gelände Hilfe zu leisten. Er ist bestrebt, durch seine nationalen und internationalen Tätigkeiten, menschliches Leiden jederzeit zu verhüten sowie Leben und Gesundheit zu schützen. Weitere Zwecke laut Statuten des Österreichischen Bergrettungsdienst, Bundesverband (ÖBRD) sind u.a.

  • Geeignete Maßnahmen zur Prävention alpiner Unfälle anzuregen und durchzuführen
  • Redaktion und Herausgabe von Medienbeiträgen und Druckwerken

Mit den geschalteten Beiträgen möchten wir über Tätigkeiten des ÖBRD informieren und mit Sicherheitstipps Unfällen im alpinen Gelände vorbeugen und richtige Verhaltensweisen vorstellen.

Eine fundierte Ausbildung, wie sie bei den Österreichischen Berg- und Schiführern, oder alpinen Vereinen erhältlich sind, kann dies nicht ersetzen, aber ergänzen!

Bergrettungsappell: Verzicht auf gefährliche Bergsportaktivitäten mit hohem Verletzungsrisiko

Bergrettungsappell: Verzicht auf gefährliche Bergsportaktivitäten mit hohem Verletzungsrisiko

​Aufgrund der Schönwetterperiode und dem Drang den eigenen 4 Wänden zu entkommen rechnet der Österreichische Bergrettungsdienst wieder vermehrt mit Aktivitäten im unwegsamen und alpinen Gelände. Unfälle in diesem Gelände gehen meist mit schweren Verletzungen und längeren Spitalsaufenthalten einher. Gerade die Intensivbettenkapazität ist im Fokus des Gesundheitssystems in der Coronakrise und gilt es bestmöglich freizuhalten. Zusätzlich sind bodengebundene Bergrettungseinsätze auch sehr Mannschaftsintensiv, entsprechend ergibt sich auch hier ein erhöhtes Infektionsrisiko, sowohl für den Verunfallten, als auch für die eingesetzte Bergrettungsmannschaft.

Einsatzzahlen auf vergleichsweise niedrigem Niveau, aber stätig steigend!

„Die Maßnahmen der Bundesregierung und Verordnungen der Landesregierungen haben Mithilfe der Bevölkerung sehr gute Ergebnisse der Verbreitungsreduzierung des Virus hervorgebracht. Die bestehenden Verkehrs- und Ausgangsbeschränkungen bleiben erhalten, so auch der Appell der Bergrettung „Verzicht auf gefährliche Bergsportaktivitäten mit hohem Verletzungsrisiko“ führt Stefan Hochstaffl, Präsident des Österreichischen Bergrettungsdienst aus.

Alpineinsätze unter veränderten Rahmenbedingungen

Der Österreichische Bergrettungsdienst ist vom Bundesministerium für Inneres (BMI) als kritische Infrastruktur eingestuft, Teil des staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagements (SKKM) und auf Landesebene im Rettungsdienstgesetz verankert. „Virenschutz“ und neue Strategien im Mittelpunkt der Einsatzfähigkeitserhaltung, die es in dieser Lage benötigt.

„Rettungskonzepte und Strategien, die seit vielen Jahren geschult und erfolgreich Anwendung finden, wurden nun durch die geänderten Rahmenbedingungen innerhalb kürzester Zeit angepasst und in vielen Bereichen auch verändert“ ergänzt Bundesarzt Dr. Alexander Egger. Österreichweit gab und gibt es hier eine gute Kooperation zwischen den Landesorganisationen der Bergrettungsdienste um für alle freiwillige Bergretterinnen und Bergretter bestmögliche Hilfestellungen und Verfahrensanweisungen liefern.

Fotos: © ÖBRD
Lebensrettung ist Teamarbeit – ÖAMTC unterstützt ÖBRD mit Atemschutzmasken

Lebensrettung ist Teamarbeit – ÖAMTC unterstützt ÖBRD mit Atemschutzmasken

Da bei der Rettung im alpinen Gelände hochinfektiöse Patienten nicht die Regel sind, ist im Bergrettungsdienst auch kein oder kaum entsprechendes Schutzmaterial vorrätig. Entsprechend rasch wurde auf Bundes- und Landeseben daher der Bedarf dieser besonderen Ausrüstung für die Bergretterinnen und Bergretter eingemeldet.

Zwischen ÖAMTC und ÖBRD gibt es enge Zusammenarbeit im täglichen Dienstbetrieb, sowie im Staatliches Krisen- und Katastrophenschutzmanagement (SKKM). Bei diesem Austausch wurde auch die prikären Situation bzgl. der Atemschutzmasken besprochen.

„Da die ÖAMTC-Flugrettung im Augenblick über ausreichend Atemschutzmasken verfügt, war für uns sofort klar, dass wir hier unterstützen“, sagt Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖMTC-Flugrettung

So konnte der ÖBRD Bundesverband allen sieben Landesorganisationen Atemschutzmasken für die Bergretterinnen und Bergretter in den Ortsstellen zur Verfügung stellen.

 

Foto: ÖBRD

Leben schützen – Risiken minimieren

Leben schützen – Risiken minimieren

Der Österreichische Bergrettungsdienst richtet sich mit diesem Appell auch an Sie / Dich!

  • Jeder kann über die rechtlichen Beschränkungen hinaus weitere Gefährdung für sich, seine Liebsten, sein Umfeld und Rettungsdienste reduzieren!
  • Der freiwillige Verzicht auf Unternehmungen abseits des öffentlichen Wegenetzes, insbesondere im alpinen Gelände, ist wertvoller Beitrag dazu!
  • Die 13.000 freiwilligen Bergretterinnen und Bergretter Österreichs werden jedes Jahr bundesweit zu rund 9.000 Einsätzen gerufen, wenn wir in dieser Phase diese Unfallzahlen ebenfalls reduzieren, bewirken wir eine:
    • Reduktion der Exposition der Retter (gilt für alle Rettungsorganisationen) und
    • Schonung der Spitalskapazitäten

Sei dabei: Leben schützen – Risiken minimieren!

Corona Virus & Bergrettung

Corona Virus & Bergrettung

Unser oberstes Ziel ist es in Not geratenen Menschen zu helfen. Um unsere Einsatzfähigkeit zu erhalten wurden intern Maßnahmen gesetzt, die im Einklang mit den Empfehlungen der zuständigen Ministerien und Experten des SKKM Krisenstabs bzgl. des Corona Virus stehen.

Im Sinne des Eigenschutzes ersuchen wir auch Sie Gesetze und Verhaltensregeln der Behörden zu befolgen und so einen persönlichen Beitrag zur Vermeidung einer weiteren Ausbreitung des Virus zu leisten. Dadurch werden auch Unfälle, sowie Einsätze und Risiken für den ÖBRD bestmöglich reduziert.

Auch im im ÖBRD werden bis auf Weiteres alle nicht systemkritischen physischen / persönlichen Zusammenkünfte im Sinne von Aus- und Fortbildungsveranstaltungen, Besprechungen, Sitzungen und Gesellschaftsabenden ausgesetzt.  Die Einsatzbereitschaft und das Ausrücken zu Einsätzen ist davon NICHT betroffen, spezielle Maßnahmen dazu werden auf Landesebene getroffen.

Informationen zu Verhalten und Entwicklung der Lage „Corona Virus“ sind u.a. über Ministerien und Leitmedien zu erfahren:

Bild: © ÖBRD

ÖBRD Öffentlichkeitsarbeit: Inhalte und sociale Medien

ÖBRD Öffentlichkeitsarbeit: Inhalte und sociale Medien

Öffentlichkeitsarbeit ist für jede Organisation ein wesentliches Thema. Folgende Kanäle werden seitens des ÖBRD dazu genutzt:

 

Hintergrundinformation:

Der ÖBRD ist eine gesetzlich anerkannte Hilfs- und Rettungsorganisation und aus dem Bemühen entstanden, im unwegsamen, insbesondere alpinen Gelände Hilfe zu leisten. Er ist bestrebt, durch seine nationalen und internationalen Tätigkeiten, menschliches Leiden jederzeit zu verhüten sowie Leben und Gesundheit zu schützen. Weitere Zwecke laut Statuten des Österreichischen Bergrettungsdienst, Bundesverband (ÖBRD) sind u.a.

  • Geeignete Maßnahmen zur Prävention alpiner Unfälle anzuregen und durchzuführen
  • Redaktion und Herausgabe von Medienbeiträgen und Druckwerken

Mit den geschalteten Beiträgen möchten wir über Tätigkeiten des ÖBRD informieren und mit Sicherheitstipps Unfällen im alpinen Gelände vorbeugen und richtige Verhaltensweisen vorstellen.

Eine fundierte Ausbildung, wie sie bei den Österreichischen Berg- und Schiführern, oder alpinen Vereinen erhältlich sind, kann dies nicht ersetzen, aber ergänzen!

Lawineneinsatz Dachstein – Zusammenarbeit über Landesgrenzen und Organisationen hinweg

Lawineneinsatz Dachstein – Zusammenarbeit über Landesgrenzen und Organisationen hinweg

Rund 13.000 Bergretterinnen und Bergretter stehen in Österreich für Einsätze und Hilfeleistungen im unwegsamen, insbesondere alpinen Gelände, zur Verfügung. Oftmals arbeiten Ortsstellen bei Einsätzen zusammen um eine für den Verunfallten bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.

2 ÖBRD Landesorganisationen am Lawinenkegel am Dachstein

Bei Einsätzen in grenznahen Gebieten, oder Aufgrund von der Außergewöhnlichkeit des Ausmaßes wird auch über Landesgrenzen hinweg zusammengearbeitet. Der tragische Einsatz am Dachstein mit 5 Verschütteten zeigt, wie engmaschig diese Vernetzung funktioniert. Bergretterinnen und Bergretter aus Oberösterreich und der Steiermark waren hier vor Ort.

Zusammenarbeit mit anderen Einsatzorganisationen

Neben den Bergretterinnen und Bergrettern, Bergrettungslawinenhunden waren Alpin- und Flugpolizei, Bundesheer, ÖAMTC und Heli Austria Rettungshubschrauber vor Ort.

Schwarzer Lawinen Sonntag am 8.3.2020

Der kürzlich erschienene Jahresbericht des Kuratoriums für alpine Sicherheit führt im Zeitraum von 01.11.2019 bis 01.03.2020 6 Lawinen Tote an. [www.alpinesicherheit.at]

Leider kam es nun alleine am 08.03.2020 zu insgesamt 7 Bergungen von Lawinenopfern mit Todesfolge in Österreich. (5 Oberösterreich, 1 Kärnten, 1 Niederösterreich)

Internationaler Frauentag

Internationaler Frauentag

783 Frauen sind bereits freiwillig und im Ehrenamt im Österreichischen Bergrettungsdienst tätig.

Wir nutzen den internationalen Frauentag um ein großes DANKE für die wertvollen Leistungen im Dienste der Allgemeinheit zu sagen!

Jährlich steigt der Anteil der Frauen im ÖBRD und beträgt aktuell im österreichweiten Schnitt ca. 6 %. Noch vor einigen Jahren waren es lediglich 4 %. Spitzenreiter ist die Landesorganisation Niederösterreich/Wien mit einem Bergretterinnen Anteil von knapp 11 Prozent, dicht gefolgt von unserer westlichsten Landesorganisation Vorarlberg mit 9 %.

Auch in den anderen Landesorganisationen steigt der Anteil stätig und stellt eine wertvolle Bereicherung des ÖBRD dar.

Eine interessante und österreichweite Studie ist auf der Homepage der Landesorganisation Salzburg dazu zu finden:

https://www.bergrettung-salzburg.at/news/news-detail/frauenanteil-in-der-bergrettung-mit-fuenf-prozent-noch-gering/

Bild: Copyright ÖBRD

Alpine Unfallstatistik — Bericht Winter 2019/20

Alpine Unfallstatistik — Bericht Winter 2019/20

Der Bericht Winter 2019/20 des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit / BM.I Alpinpolizei für Österreich liegt vor: Im Zeitraum 01.11.2019 bis 01.03.2020 wurden in Österreich 3.775 Unfälle registriert, dabei kamen 82 Personen in den Bergen ums Leben. „Jeder Tote, ist einer zu viel. Das Bestreben nach mehr Sicherheit am Berg und die kontinuierliche Präventionsarbeit im Bergsport sind die ureigenen Kernaufgaben des Kuratoriums und diese gilt es in Zukunft zu wahren“, so Karl Gabl, der Präsident des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit. Die Alpinpolizei, der Österreichische Bergrettungsdienst und andere alpine Vereine und Verbände sowie das Kuratorium leisten hier ausgezeichnete Arbeit.

Neben Zahlen, Daten und Fakten sind im Bericht auch Experteninterviews von:

  • Prof. Dr. Karl Gabl, Präsident des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit, Meteorologe, Berg- und Skiführer
  • Oberst Hans Ebner, Leiter der Österreichischen Alpinpolizei im Bundesministerium für Inneres, Bergführer, gerichtlich beeideter Sachverständiger für Alpinistik
  • Stefan Hochstaffl, Präsident des Österreichischen Bergrettungsdienstes (ÖBRD)

 

Hier geht’s zum Bericht:

KURASI Bericht _Winter 2019_20

 

Kontakt: Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit;  www.alpinesicherheit.at