Alpin Notruf: 140
Flugpolizei – Missbräuchliche Bergungen künftig kostenpflichtig

Flugpolizei – Missbräuchliche Bergungen künftig kostenpflichtig

Alpinisten, Wanderer und Bergsteiger, die sich vorsätzlich in Gefahr begeben, können künftig zur Kasse gebeten werden.

Flug- und ALpinpolizisten der Polizei sind nach dem Sicherheitspolizeigesetz zur Hilfeleistung verpflichtet. Bis dato wurden Betroffene nicht zur Kasse gebeten. Österreichweit kommt es jährlich zu rund 400 Alpinbergungen durch Hubschrauber des Innenministeriums, sagt der Leiter der Flugpolizei im Innenministerium, Werner Senn. Weil es immer wieder vorkommt, dass sich Alpinisten oder Freizeitwanderer vorsätzlich in Gefahr begeben und die Rettung durch den Hubschrauber bereits mit einkalkulieren, wurde das Gesetz nun adaptiert.

Künftig werde daher im Einzelfall entschieden, ob Gerettete für die Kosten des Einsatzes, die im Schnitt mehrere tausend Euro betragen, aufkommen müssen, wie Jurist Werner Senn erklärt.

ÖBRD Know How international gefragt

ÖBRD Know How international gefragt

Die XXIV. Olympischen Winterspiele sollen vom 4. bis zum 20. Februar 2022 in China ausgetragen werden. Im Vorfeld dazu besuchten hochrangige Vertreter der Provinzregierung Guizhou Vertreter von österreichischen Schlüsselunternehmen, sowie Behörden- und Ministerienvertreter in Wien.

Frau Shen Qyiqin, die Gouverneurin der Provinz Guizhou und 10 weitere Direktoren und Funktionäre berichteten über Tourismus und Wirtschaftsmöglichkeiten und zeigten Interesse an dem Rettungssystem in Österreich.

Ein gesellschaftlicher Austausch rundete die Veranstaltung ab.

ICAR, ÖBRD und „MountainSafety.info“

ICAR, ÖBRD und „MountainSafety.info“

Rund 50 Experten und hochrangige Funktionäre von internationalen Rettungsorganisationen, alpinen Vereinen und anderen Organisationen verbrachten einige Tage im Stubaital um die Entwicklungen rund um die Plattform „Mountain Safety Info“ zu besprechen.

Neben zahlreichen Stunden im Lehrsaal kam auch die praktische Umsetzung im Gelände nicht zu kurz. Die Franz Senn Hütte und unmittelbare Umgebung lieferten dazu idealste Voraussetzungen.

Ziel ist es internationales Wissen zu bündeln, optimal didaktisch und grafisch einheitlich darzustellen und interessierten Organisationen und Personen zur Verfügung zu stellen.

Der Österreichische Bergrettungsdienst ist, als Mitglied der ICAR, in diesem Projekt involviert und liefert Input durch ÖBRD BV Lawinenreferent, Bergführer und Sachverständigen Klaus Wagenbichler und GF Martin Gurdet.

Weitere ÖBRD Teilnehmer an der Veranstaltung waren Gebhard Barbisch, ICAR Präsident der Bodenrettungskommission und Stefan Hochstaffl, ÖBRD Präsident.

Die Teilnehmer kamen aus: Slowenien, Polen, Bulgarien, Slowakei, Bosnien-Herzegowina, Island, Schweden, Holland, Frankreich, Italien, Kanada, Japan, Schweiz, Deutschland und Österreich

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Copyright Fotos: Klemen Volontar und Martin Gurdet