Alpin Notruf: 140
Freier Fotograf gab sich als Bergretter aus

Freier Fotograf gab sich als Bergretter aus

Bei einem Einsatz der Ortsstelle Prägraten war plötzlich ein vermeintlicher Kamerad mehr vor Ort als geplant. Ausgerüstet mit einer Bergrettungsjacke wollte dieser bei einem größeren Sucheinsatz dabei sein. Doch den anwesenden Bergrettern war das Gesicht nicht bekannt und so flog der Schwindel auch rasch auf. Es stellte sich heraus, dass der Unbekannte ein freier Journalist war und unberechtigt in den Einsatz gehen wollte. Der Vorfall ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten, wurde der anwesenden Polizei gemeldet und wird entsprechend weiter verfolgt.

Die Nutzung des ÖBRD Logos ist streng geregelt und ein Missbrauch wird geahndet. Der ÖBRD kooperiert mit Medien, da uns die Wichtigkeit dieser bewusst ist. Entsprechend gibt es sehr gute Zusammenarbeiten mit Journalisten und Information über den Einsatzablauf werden, unter Berücksichtigung der Angehörigen und bei Bedarf in Abstimmung mit der Alpinpolizei, zeitlich passend geliefert.

Für den ÖBRD steht die Sicherheit im Einsatz, zum Wohle der Verunglückten und beteiligten Bergretterinnen und Bergretter im Vordergrund. Von Sensationsfotos oder andere unpassenden Berichten und Aktivitäten distanzieren wir uns deutlich.

Copyright Foto: ÖBRD, Martin Gurdet

50 Jahre Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit

50 Jahre Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit

Anlässlich des Jubiläums wurde unter der Schirmherrschaft des Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, am Freitag den 8.6.2018 in Innsbruck, die Festveranstaltung im Landhaus abgehalten.

Das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit feiert Geburtstag. Vor 50 Jahren wurde es von engagierten Experten und erfahrenen Bergsportlern gegründet und ist seitdem unermüdlich im Einsatz für mehr Sicherheit und weniger Unfälle im Berg- und Skisport. „Das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit ist eine weltweit einzigartige Organisation mit institutionalisiertem Sicherheitsbemühen am Berg“, erklärt HR Prof. Dr. Karl Gabl, der Präsident des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit. Und weiter sagt Gabl: „Die Präventionsarbeit wirkt. Obwohl immer mehr Menschen in ihrer Freizeit am Berg unterwegs sind, ist die Zahl der Alpinunfälle in den vergangenen Jahrzehnten nicht gestiegen sondern mit klarer Tendenz rückläufig.

Als österreichweite, unabhängige Arbeitsplattform hat es sich das Kuratorium zur Aufgabe gemacht, die alpine Sicherheit – im Speziellen bei der Ausübung des Berg- und Skisports – zu heben. Mit seinen Mitgliedsinstitutionen und Experten setzt das Kuratorium sich dafür ein, die alpine Unfallprävention zu verbessern. „Gemeinsam mit unseren Mitgliedsinstitutionen arbeiten unsere Experten an Problemstellungen der alpinen Unfallforschung. Das garantiert uns eine breite Anerkennung unserer Empfehlungen bei allen Interessengruppen. Nicht zuletzt aufgrund dieser jahrzehntelangen profunden Arbeit gilt das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit europaweit als das Kompetenzzentrum für alpine Unfallforschung“, unterstreicht Gabl. Dazu analysiert und bewertet das Kuratorium Gefahrenquellen im alpinen Raum und gibt auf der Grundlage dieser Analyse Empfehlungen zum richtigen Verhalten am Berg ab.

Der Österreichische Bergrettungsdienst ist Mitglied im Kuratorium für Alpine Sicherheit (KURASI) und  gratuliert recht herzlich!

www.alpinesicherheit.at

Alle Fotos: © Ralf Lorberg – BM.I Polizei