Alpin Notruf: 140

Zivilschutzalarm in mehreren Gemeinden, Muren und Lawinenabgänge fordern auch die Einsatzkräfte des Österreichischen Bergrettungsdienst. Gemeinsam mit der Exekutive und weiteren Einsatzkräften, allen voran der freiwilligen Feuerwehr, leisten auch wir einen Teil um Schutz und Hilfe in diesen außergewöhnlichen Situationen geben zu können.

Der Österreichische Bergrettungsdienst rät dringend an, sich in den betroffenen Gebieten mit den behördlichen Informationen auseinanderzusetzen! 

!!! Folgend nun lediglich ein Auszug aktueller Geschehnisse und Gefahren !!!

Besonders angespannt ist noch immer die Situation in Hüttschlag. Hier sind mehrere Muren abgegangen und 20 Bergretter sind gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr bereits den ganzen Tag im Einsatz. „Es gab mehrere Murenabgänge und auch eine – durch eine Mure – verletzte Person am Seilritzberg (Karteis)“, sagt der Ortsstellenleiter von Hüttschlag, Markus Rettenwender.

In Grossarl standen heute ebenso 25 Bergretter im Einsatz: Sie evakuierten insgesamt elf Personen aus drei Häusern, nachdem eine Brücke nicht mehr passierbar war. In den Räumlichkeiten der Bergrettung wurde der Katastophenzug des Roten Kreuzes untergebracht; derzeit stehen die Bergretter in Grossarl nur mehr in Einsatzbereitschaft.
Im Gasteinertal sind alle Bergretter aus drei Ortsstellen (Dorfgastein, Bad Hofgastein und Bad Gastein) derzeit nur mehr in Einsatzbereitschaft: Besonders betroffen war heute Bad Hofgastein. Hier standen 20 Bergretter bei mehreren Murenabgängen im Einsatz: Im Angertal (gesperrt) und am Faschingberg sind Muren neben Häusern abgegangen. Verletzt wurde niemand.

Auch in Kärtnen und Tirol sind zahlreiche Bergretterinnen und Bergretter im Einsatz. In Osttirol und entlang der südlichen Ötztaler Alpen, in der Brenner-Region und in den südlichen Stubaier Alpen bis zum Zillertaler Hauptkamm herrschte nach wie vor Lawinenwarnstufe vier der fünfteiligen Skala, also große Lawinengefahr. Dementsprechend wurde von Aufenthalten abseits der gesicherten Pisten dringend abgeraten.

Auch aus Kärnten kommen eindringliche Warnungen:

Vor Outdooraktivitäten wird in Oberkärnten DRINGEND abgeraten – Derzeit herrscht eine sehr kritische Lawinensituation

Die Schneefallgrenze liegt im Westen bei 1300 m – 1800 m und im Osten bei 1900 m – 2200 m. Erst mit nachlassen der Niederschläge sinkt diese bis gegen 1000 m. In höheren Lagen liegt 3 m und mehr Neuschnee. In exponierten Lagen wurde dieser durch den stürmischen Wind aus südlicher Richtung stark verfrachtet wo dieser dann 6 m und mehr, hoch sein kann. Diese Triebschneeablagerungen rutschen immer wieder als Schneebrett ab, welche auch größere Ausmaße annehmen.

In tieferen Lagen wurde der Neuschnee durch den Regen stark durchfeuchtet und da dieser eine nur schwache bis keine Bindung zum Untergrund hat rutsch dieser an glatten Geländeteilen immer wieder als Gleitschnee- oder Nassschneelawine ab.

Vor Outdooraktivitäten in Oberkärnten wird dringend abgeraten!!!

Der Lawinenwarndienst Kärnten ersucht auch, den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge zu leisten.

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