Alpin Notruf: 140

Katastrophen, Erdbeben, Großbrände, und andere Sonderlagen, ob von Menschen verursacht oder durch Naturgewalten ausgelöst sind Ausnahmesituationen, die rasche und abgestimmte Maßnahmen erfordern. Standards helfen bei der effektiven Koordination der unterschiedlichen Einsatzkräfte.

Während Gesetze und sonstige Regelwerke oft nur den Aufgabenbereich einer Gebietskörperschaft oder einer Einsatzorganisation regeln, können Normen, die von mehreren Organisationen gemeinsam entwickelt werden, gerade die Zusammenarbeit der beteiligten Behörden und Einsatzkräfte an Schnittstellen unterstützen.

Der ÖBRD Bundesverband ist seit längerem bei Austrian Standards mit Referent Reinhard Benesch und Martin Gurdet tätig und somit bei der Erstellung und Novellierung von relevanten nationalen und internationalen Normen beteiligt.

  • Austrian Standards Komitee 246 – Societal  Security,
  • Austrian Standards Arbeitsgruppe 246-01, Terminologie
  • Austrian Standards Arbeitsgruppe 246-02, Bevölkerungsschutz

Foto:  Dr. Annette Altenpohl (Austrian Standards), Reinhard Benesch (ÖBRD); Urheber: Martin Gurdet

 

Für den ÖBRD wichtige Normen sind u.a.

  • ÖNORM S 2304: Integriertes Katastrophenmanagement – Benennungen und Definitionen

Aus der Zusammenfassung:

Die vorliegende ÖNORM dient der Anwendung von einheitlichen Begriffen in allen Bereichen des integrierten Katastrophenmanagements, aber auch des Managements von Krisen, Großschadensereignissen, Notfällen oder anderen mit besonderen Gefahren verbundenen Ereignissen.

Die aktuell gültige Fassung stammt aus dem Jahr 2011, eine Überarbeitung findet seit mehreren Monaten statt und ist in der Entwurfsfassung Version Juni 2018 auch im Webshop von Austrian Standards erhältlich.

 

  • ÖNORM S 2308: Integriertes Katastrophenmanagement – Taktische Zeichen

Aus der Zusammenfassung:

Diese ÖNORM spezifiziert einheitliche Zeichen für die Lagedarstellung bei Schadensereignissen unterschiedlicher Größenordnungen, insbesondere für die Anwendung in integrierten Stäben im Katastrophenfall.

 

 


Weiterführende vertiefende Informationen zum Komitee 246 – Societal  Security

Grundsätzliche Informationen über den Markt “Societal Security” (Sicherheit des Gemeinwesens) umfasst gemäß ISO 22300 sowohl den Schutz der Gesellschaft vor als auch die Reaktion auf Ereignisse, Notfälle und Katastrophen, die durch unbeabsichtigte und vorsätzliche menschliche Handlungen, Naturkatastrophen und technische Zwischenfälle hervorgerufen werden. Societal Security integriert hierzu Elemente des Notfall-, Katastrophen- und Krisenmanagements aber auch des Risikomanagements, Kontinuitätsmanagements und anderer Bereiche einschließlich Instrumente und Verfahren wie Gefahrenabwehr, Führung, Koordination, Krisenkommunikation u.a. Societal Security erstreckt sich auf Vermeidung, Vorsorge, Bewältigung und Wiederherstellung nach Großschadensereignissen, Krisen und Katastrophen. Der Fokus von Societal Security liegt im öffentlichen Bereich unter Einschluss der Kooperationsfelder und Schnittstellen mit dem privaten, sowie gewerblichen Sektor. In den vergangenen Jahren sind die negativen Auswirkungen infolge von natürlichen und von Menschen verursachten Katastrophen weltweit kontinuierlich gestiegen. Darüber hinaus hat sich das Bedrohungsbild für die Sicherheit des Gemeinwesens aufgefächert. Der Abwehr von Gefahren und der Vermeidung, Vorsorge und Bewältigung im Zusammenhang mit Großschadensereignissen und Katastrophen kommt national wie international weiterhin steigende Bedeutung zu. Gegenwärtig beschäftigen sich wesentlich mehr Akteure mit der Sicherheit der Bürger und des Gemeinwesens, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Die zunehmende Zahl von Akteuren aus unterschiedlichen Kompetenzbereichen führt zu vermehrten Interaktionen, die für Harmonisierung und Abstimmung von Verfahren und Prozessen sprechen.

Interessierte Kreise

  • Behörden
  • Einsatzorganisationen
  • Wissenschaftliche und Forschungseinrichtungen
  • Ausbildungs- und Lehranstalten
  • Unternehmen (jeglicher Größe und Ausrichtung)
  • NGO‘s

Ziele des Komitees

  • Förderung der Interoperabilität zwischen Akteuren im Bereich Societal Security
  • Harmonisierung des Schnittstellenmanagements, um die Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten öffentlichen und privaten Akteuren zu optimieren und somit auch die erforderliche Koordination und Kooperation sicherzustellen
  • Stärkung jener Strukturen auf nationaler und internationaler Ebene, die eine in der Gesellschaft verankerte umfasse

Strategie zur Zielerreichung

  • Erarbeitung von normativen Dokumenten, die die Erreichung der Ziele des ONK unterstützen
  • Wahrnehmung der Funktion als Spiegelgremium für CEN/TC „Societal and Citizen Security“ und für ISO TC 292 „Security and Resilience“.
  • Aktive Mitwirkung österreichischer Experten auf europäischer und internationaler Normungsebene zur Wahrnehmung der österreichischen Positionen und Interessen.

 

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