Alpin Notruf: 140

Lawinenabgänge im Winter sind Teil des beständigen Einsatzspektrums des Österreichischen Bergrettungsdienst. In der Regel sind Bergretterinnen und Bergretter bei planmäßigen Einsätzen auf der Suche nach Verschütteten gefordert. Das man auch „zufällig“ und das als Bergrettungs Anwärter auf einer privaten Schitour plötzlich an einer Lebensrettung beteiligt sein kann, zeigt ein Fall in Oberösterreich am 27.01.2019

Am Schönberg (2090m) zwischen Bad Ischl und Ebensee wurde ein Schitourengeher von einer Lawine erfasst.  Ein 20-jähriger Bergretter Anwärter der Ortsstelle Bad Ischl war privat in der Nähe eines Lawinenabgangs. Nach dem Absetzen des Alpinnotruf 140, um die organisierte Rettung in Gang zu setzen, organisierte er kurzer Hand umliegende ebenfalls anwesende Bergsportler um Oberflächensuche, LVS Suche und Sondierketten in Gang zu bringen. Glücklicherweise wurde dabei ein aus dem Schnee ragender Handschuh gefunden. Nach raschem freilegen des Verschütteten konnte die Entwarnung gegeben  – keine Verletzungen und guter Gesundheitszustand. Nachdem bestätigt wurde das keine weiteren Personen verschüttet wurden, wurde der Einsatz beendet.

Wir gratulieren zu dem beherzten Eingreifen unseres Bergrettungs Anwärters und freuen uns für den Verschütteten über den glimpflichen Ausgang dieses Lawinenabgangs.

Da insbesondere bei einer Verschüttung jede Minute zählt, besteht bei der direkten Kameradenrettung die höchste Überlebenschance. Der Appell des Österreichischen Bergrettungsdienstet richtet sich an alle Wintersportler: Eine fundierte Ausbildung ermöglichen eine vernünftige Tourenplanung, Durchführung von alpinen Unternehmungen und rüstet ebenfalls für Ernstfälle.

 

Fotos: ÖBRD