Alpin Notruf: 140

​Aufgrund der Schönwetterperiode und dem Drang den eigenen 4 Wänden zu entkommen rechnet der Österreichische Bergrettungsdienst wieder vermehrt mit Aktivitäten im unwegsamen und alpinen Gelände. Unfälle in diesem Gelände gehen meist mit schweren Verletzungen und längeren Spitalsaufenthalten einher. Gerade die Intensivbettenkapazität ist im Fokus des Gesundheitssystems in der Coronakrise und gilt es bestmöglich freizuhalten. Zusätzlich sind bodengebundene Bergrettungseinsätze auch sehr Mannschaftsintensiv, entsprechend ergibt sich auch hier ein erhöhtes Infektionsrisiko, sowohl für den Verunfallten, als auch für die eingesetzte Bergrettungsmannschaft.

Einsatzzahlen auf vergleichsweise niedrigem Niveau, aber stätig steigend!

„Die Maßnahmen der Bundesregierung und Verordnungen der Landesregierungen haben Mithilfe der Bevölkerung sehr gute Ergebnisse der Verbreitungsreduzierung des Virus hervorgebracht. Die bestehenden Verkehrs- und Ausgangsbeschränkungen bleiben erhalten, so auch der Appell der Bergrettung „Verzicht auf gefährliche Bergsportaktivitäten mit hohem Verletzungsrisiko“ führt Stefan Hochstaffl, Präsident des Österreichischen Bergrettungsdienst aus.

Alpineinsätze unter veränderten Rahmenbedingungen

Der Österreichische Bergrettungsdienst ist vom Bundesministerium für Inneres (BMI) als kritische Infrastruktur eingestuft, Teil des staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagements (SKKM) und auf Landesebene im Rettungsdienstgesetz verankert. „Virenschutz“ und neue Strategien im Mittelpunkt der Einsatzfähigkeitserhaltung, die es in dieser Lage benötigt.

„Rettungskonzepte und Strategien, die seit vielen Jahren geschult und erfolgreich Anwendung finden, wurden nun durch die geänderten Rahmenbedingungen innerhalb kürzester Zeit angepasst und in vielen Bereichen auch verändert“ ergänzt Bundesarzt Dr. Alexander Egger. Österreichweit gab und gibt es hier eine gute Kooperation zwischen den Landesorganisationen der Bergrettungsdienste um für alle freiwillige Bergretterinnen und Bergretter bestmögliche Hilfestellungen und Verfahrensanweisungen liefern.

Fotos: © ÖBRD