Alpin Notruf: 140

Mensch und Hund – beide sind sie hochbegabt, jeder für sich ist aber im Fall des Ernstfalles auf den anderen in besonderer Weise angewiesen: Genau diese enge Verbindung macht Lawinensuchhundeführer und ihre Hunde zu Garanten des Erfolgs.

Dazu müssen beide – der Hundeführer und sein Hund – lernen; jeder für sich und natürlich auch gemeinsam. Zwei Jahre dauert die Ausbildung zum Bergretter, drei Jahre jene zum Lawinensuchhundeführer des ÖBRD. Dazu kommen zwei kynologische Ausbildungen. Das alles setzt Freude an der Teamarbeit, Idealismus und Einsatzbereitschaft voraus.

Was gelernt wurde muss aber regelmäßig weiter geübt werden: Dazu zählen jährliche Einsatzübungen, Sommer- und Winterkurse, Talschaftsübungen und die Mitarbeit in den Ortsstellen. Was gelernt wurde kann auch erweitert werden – etwa in Spezialausbildungen zur Trümmersuche nach Erdbeben oder bei Leichensuchkursen.

Und: Lernen kann man auch durch den internationalen Erfahrungsaustausch mit alpinen Einsatzgruppen.

Das alles ist wichtig. Wichtiger vielleicht noch ist aber dieses enge Band zwischen Hundeführer und Hund und das das nahezu blinde Verständnis und Zusammenspiel, das im Alltag und bei verschiedensten Trainingseinheiten entsteht, gefestigt und vertieft wird. Es ist genau diese Teamfähigkeit die den Erfolg, anderen in größter Gefahr helfen zu können, erst möglich macht. Und es ist wiederum dieser Erfolg, der Hundeführer und Hunde mit Stolz das Edelweiß im Grünen Kreuz tragen lässt.

Sepp Lederhaas

Bundesfachreferent für Lawinen- Suchhunde des ÖBRD

 

Fotos: ÖBRD
Anmerkung: Im Einsatz werden Schaufel, Sonde und Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) vom Bergretter/Bergretterin genutzt.