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Die Jahrestagung zum Staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagement (SKKM) fand vom 21. bis 23. November 2018 in Hall in Tirol statt. Neben Behörden- und Ministerienvertreter sind auch die Einsatzorganisationen wesentlicher Bestandteil der SKKM Familie.

„Das Innenministerium lebt hier eine partnerschaftliche Koordination mit allen Akteuren, wodurch sich auch der Begriff der ‚SKKM-Familie‘ zu Recht etabliert hat. Dieser Begriff drückt aus, dass es sich hier nicht um ein starres System, sondern vielmehr um ein erfolgreiches Modell des Miteinanders handelt. Es spiegelt sozusagen den ‚österreichischen Weg‘ wieder, der jedem seine Rolle im gemeinsamen Miteinander gibt und viel Flexibilität zulässt“, sagte Generalsekretär des Innenministeriums, Peter Goldgruber.

Im Mittelpunkt der heurigen Jahreskonferenz mit rund 100 Teilnehmern, die von Abteilungsleiter Robert Stocker einberufen wurde, standen unter anderem die Aufgabenstellungen zum Zivilschutzwesen in der aktuellen österreichischen EU-Präsidentschaft, aktuelle Entwicklungen wie das neue Koordinationsformat „SKKM Penta++“, die Reflexion von Übungen und Ausbildungen sowie die Etablierung von zwei neuer SKKM-Fachgruppen zur Strommangellage und zur akademischen Fortbildung.

ÖBRD, ÖBFV, ÖRK, ÖWR und ASBÖ haben im Vorfeld ein Positionspapier für den Fall eines „Blackout“  erstellt. Dieses beinhaltet folgende Stellungnahme und hier verkürzt wiedergegebene Einschränkungen:

Bei eingeschränkten Ressourcen, aber gleichzeitig erhöhten Anforderungen an die

Einsatzorganisationen, wird das alltägliche Leistungsspektrum nicht vollständig oder nur teilweise erbracht werden können.

Die Einschränkungen des Leistungsspektrums ergeben sich durch folgende Überlegungen:

  • Eingeschränkte Verfügbarkeit des Personals
  • Eingeschränkte Verfügbarkeit von Treibstoff
  • Eingeschränkte Verfügbarkeit der Kommunikation
  • Eingeschränkte Verfügbarkeit anderer Ressourcen

 

EU-weite Hybridübung „PACE“

Bei der SKKM-Jahreskonferenz erfolgte auch die Einberufung des SKKM-Koordinationsausschusses anlässlich der zeitgleich stattfindenden EU-weiten Hybridübung „PACE“, bei der multiple Bedrohungen in den Bereichen Terror, Cyber, fake news, maritime Ereignisse, Gesundheit, Energieversorgung und CBRN simuliert wurden.

Die von Abteilungsleiter Robert Stocker geleitete SKKM-Ausschusssitzung wurde in Videokonferenz zwischen Hall/Tirol und dem Innenministerium in Wien, wo im Einsatz- und Koordinationscenter (EKC) ein interministerieller Koordinierungsstab eingerichtet worden war, abgehalten und machte mit Übungseinspielungen behördliche Herausforderungen auf verschiedensten Verantwortungsebenen (Ministerien, Länder, lokale Ebene) deutlich.

  • großes Gruppenfoto: Copyright BMI
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