Alpin Notruf: 140
ÖBRD, ÖWR und ÖHR beantragen KFG Änderung

ÖBRD, ÖWR und ÖHR beantragen KFG Änderung

Der Österreichische Bergrettungsdienst (ÖBRD), die Österreichische Wasserrettung (ÖWR) und die Österreichische Höhlenrettung (ÖHR) sind bundesweit tätig und sehen sich seit längerem gegenüber anderen bundesweiten Feuerwehr- und  Rettungsorganisationen diskriminiert und benachteiligt.

Grund hierfür ist das Kraftfahrzeuggesetz und dessen Konsequenzen, die sich im

  • Blaulichtgenehmigungsverfahren und seit 2017 auch
  • in der Anwendung der Mautverordnung

mit negativen finanziellen Folgen und unnötigen bürokratischen Aufwänden, sowie einer Ungleichbehandlung und teilweise widersprechenden Anforderungen seitens der Länderregulierungen für die Organisationen darstellen.

Im unserem Fokus steht die bestmögliche Versorgung im Unfall- oder Katastrophenfall von in Not geratenen Personen. Zahlreiche Einsätze bei Unfällen und Notfällen, aber auch Ausbildung und Koordinierung erfordern länderüberschreitendes Wirken der Organisationen. Hier bestehen auf Landesebene  unterschiedliche Regelungen und Zugänge auch im Bereich der Blaulichtgenehmigungsverfahren. Eine bundesweit gesetzlich geregelte einheitliche Vorgehensweise ist das Bestreben von ÖBRD, ÖWR und ÖHR.

Deregulierung / Vereinfachung/ Reduktion der administrativen Tätigkeiten, sowie wichtige finanzielle Einsparungen und /oder Verhinderung von Mehrkosten auf Behörden- und Organisationsebene sind durch eine einfache Nennung im entsprechenden KFG- Paragraphen möglich.

Die bundesweite Tätigkeit der unterschreibenden Organisationen, mit ihren in Summe 28.000 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern und 12.000 Hilfeleistungen jährlich, unterstreicht die begründete Notwendigkeit und Rechtfertigung einer Nennung im entsprechenden KFG- Paragraphen.

Wir hoffen auf eine entsprechende Lösung durch die Gesetzgebung.

Alpinunfälle in Österreich 2017 – Presseaussendung des KURASI

Alpinunfälle in Österreich 2017 – Presseaussendung des KURASI

Das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit (KURASI) stellt die österreichweite, unabhängige Arbeitsplattform zu alpinen Fachfragen und das Netzwerk für die Verbesserung der alpinen Sicherheit, im speziellen der Berg- und Schneesportausübung, dar.

Der Österreichische Bergrettungsdienst ist im KURASI stark vertreten und kann so wertvolle Inputs liefern, sowie interessante Erkenntnisse erlangen.

Das Kuratorium berichtete am 10.01.2017 über die Alpinunfälle in Österreich 2017

Der Presseaussendung ist zu entnehmen, dass im vergangenen Jahr sind in Österreich zwischen 1. Januar und 31. Dezember 2017  283 Menschen im Alpinraum tödlich verunglückten. Wie aus der Alpinunfallstatistik des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit / BM.I Alpinpolizei hervorgeht, sind es im Jahr 2017 11 Alpintote mehr als im Vorjahr, jedoch weniger als im langjährigen Durchschnitt, welcher in den vergangenen zehn Jahren bei 295 Toten pro Jahr lag. „Diese Entwicklung zeigt, wie wichtig Präventionsarbeit im Alpinsport ist. Die Alpinpolizei und das Kuratorium für Alpine Sicherheit leisten hier hervorragende Arbeit.

Natürlich ist jeder Todesfall einer zu viel“ sagt Innenminister Herbert Kickl.  Die Statistik zeigt auch, dass der Tod am Berg männlich ist. Es verunglückten überdurchschnittlich viele Männer in den Bergen (86 Prozent). Im Jahr 2017 starben österreichweit 38 Frauen und 245 Männer am Berg.

KURASI Homepage: „hier drücken“

Vollständige Presseaussendung: „KURASI Presseaussendung_rückblick 2017

Lawineneinsatz

Lawineneinsatz

Dazu gab es kürzlich folgenden Beitrag in den Salzburger Nachrichten

Fehlalarme nach Lawinen bringen Bergretter in Geldnot

Suchaktionen nach Verschütteten sind nicht nur ein Wettlauf mit der Zeit – sie sind auch extrem teuer. Warum Augenzeugen von Lawinenabgängen deshalb eine besondere Rolle zukommt.

Text: ANDREAS TRÖSCHER (Salzburger Nachrichten)

WIEN, SALZBURG. Vorfälle wie dieser häufen sich: Auf dem Schlenken im Salzburger Tennengau löste sich vorwenigen Tagen eine Lawine und donnerte 350 Meter ins Tal. Zu diesem Zeitpunkt waren Hunderte Wintersportler auf dem 1648 Meter hohen Berg unterwegs. Die alarmierte Bergrettung rückte mit Dutzenden ehrenamtlichen Helfern aus, um nach Verschütteten zu suchen. Zwei Stunden lang gruben sie sich durch die Schneemassen, sogar zwei Hubschrauber standen im Einsatz.

Erst dann konnte Entwarnung gegeben werden: keine Opfer. Geht eine Suchaktion gut aus, ist das Anlass zur Freude. Aber nicht nur. Denn jährlich könnte man sich etliche Einsätze gänzlich sparen.

Und zwar dann, wenn Augenzeugen des Lawinenabgangs – oder jene, die das Schneebrett ausgelöst haben und unverletzt davonkamen – das einer der 291 Ortsstellen der Bergrettung melden würden. Die aus 12.600 ehrenamtlichen Mitgliedern bestehende Organisation könnte sich einen enormen finanziellen Aufwand ersparen. Ein Rechenbeispiel zur Veranschaulichung: Bei einem Stundensatz pro Mann von 38 Euro und dem Minutentarif eines Notarzthubschraubers von 70 Euro kommen bei zwei Stunden, 40 Mann und zwei Hubschraubern – wie beim Einsatz auf dem Schlenken – 11.500 Euro zusammen. „Es kommt immer wieder vor, dass wir auf Verdacht ausrücken. Man sieht zwar Einfahrtspuren, aber niemand weiß, ob da jemand in der Lawine steckt“, erzählt Stefan Hochstaffl, Präsident des Österreichischen Bergrettungsdienstes (ÖBRD). Deshalb appelliert er an alle, die den Abgang einer Lawine beobachten oder ausgelöst haben: „Bitte den Leitstellen melden, wenn nichts passiert ist. Suchaktionen kosten unglaublich viel Geld.“ Hochstaffl gibt zu bedenken, dass gerade Einsätze unter der Woche für die Freiwilligen und deren Arbeitgeber grundsätzlich eine Herausforderung darstellen. „Dafür sind wir da. Wir freuen uns über jedes gerettete Menschenleben.“ Doch gerade deshalb sei bei Lawinenabgängen die Mithilfe von Skifahrern oder Tourengehern erwünscht – ein Anruf genügt. Erhöhte Aufmerksamkeit auf den Bergen ist gerade jetzt gefragt. Die Schneelage ist in vielen Skigebieten optimal, die Hotels sind voll, die Berghänge ebenfalls: Skifahrer, Tourengeher, Variantenfahrer, Eiskletterer, Langläufer, Schneeschuhwanderer. Hinzu kämen die derzeit in der Kritik stehenden Pistengeher, also jene Wintersportler, die mit Tourenski auf präparierte Pisten bergauf unterwegs seien. „Ich verstehe die Pistengeher, ich verstehe aber auch die Liftbetreiber – wir brauchen hier ein Miteinander.“

Ob sich in der bisher so intensiven Wintersaison überdurchschnittlich viele Unfälle ereignet haben, wird derzeit von der Alpinpolizei ausgewertet. Das Kuratorium für alpine Sicherheit wagt aktuell noch keine Analyse.

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Fotos: Gerald Lehner (ÖBRD)

  

ÖBRD beim Snowboard-Weltcup 2018

ÖBRD beim Snowboard-Weltcup 2018

Der Österreichische Bergrettungsdienst, Landesorganisation Niederösterreich/Wien konnte die Veranstaltung in sicherheitstechnischer Sicht unterstützen und übernahm die Erstellung des Sanitätskonzeptes, sowie die Notfallbetreuung im Pistenbereich der Veranstaltung. Als leitender Rennarzt fungierte ÖBRD Landesarzt Dr. Alexander Egger in Zusammenarbeit mit der ÖBRD Ortsstelle Lackenhof.

Die Premiere des Snowboard-Weltcups in Lackenhof am Ötscher (Bezirk Scheibbs) war aus sportlicher und organisatorischer Sicht ein Erfolg. Österreichs Team holte gleich vier Podestplätze.

Ebenfalls erfreulich ist, dass es zu keinen ernsthaften Zwischenfällen beim Rennen kam.

Fotos: ÖBRD, Alexander Egger